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Aktivitäten
FREIE WÄHLER Niederbayern für Teilnahme an der Bundestagswahl 2013
Bezirksvorsitzender Heinrich Schmidt lädt Delegierte zur Bezirksversammlung
Deggendorf: Die Freien Wähler im Bezirk Niederbayern trafen sich am Sonntag zu ihrer Jahresmitgliederversammlung im Georgenhof in Fischerdorf bei Deggendorf. Bezirksvorsitzender Heinrich Schmidt begrüßte den Bundes- und Landesvorsitzenden MdL Hubert Aiwanger, MdL Alexander Muthmann, die Bezirksräte Franz Xaver Stierstorfer und Dr. Hubert Faltermeier sowie alle Vorstandsmitglieder und die anwesenden Delegierten.
In seinem Jahresbericht zeigte Schmidt die erfolgreiche Arbeit der Freien Wähler im abgelaufenen Jahr auf. Ein besonderes Highlight war der Politische Aschermittwoch mit einem neuen Besucherrekord von 1500 Personen in der Stadthalle Deggendorf. Schmidt bedankte sich bei den vielen Organisatoren und bei der FW Deggendorf und Plattling für die Unterstützung. In seinem Bericht ging der Bezirksvorsitzende auch auf das Gutachten des Zukunftsrates ein. „Es ist nicht alles schlecht, was in diesem Gutachten steht, aber wir können nicht akzeptieren, dass man die ostbayerischen Landkreise abschreibt“.
Im Herbst 2010 haben die Freien Wähler in ganz Bayern eine Energieoffensive gestartet und dabei in jedem Landkreis eine Veranstaltung mit diesem Themenschwerpunkt durchgeführt. Heinrich Schmidt sprach dazu den Abgeordneten und Akteuren, vor allem Harry Hillebrand, Dank und Anerkennung für die geleistete Informationsarbeit aus.
In einem kurzen Grußwort erläuterte MdL Alexander Muthmann die zukünftigen Aufgaben der Landtagsfraktion, die sich besonders für die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung einsetzen werde. Voraussetzung dazu ist aber eine entsprechende Finanzausstattung der Kommunen.
Anschließend stellte die Schatzmeisterin Mariann Zeindl die Kassenberichte des Bezirksverbandes und der Wählergruppe vor. Die Einnahmen und Ausgaben zeigten eine solide Haushaltsführung und einen sorgsamen Umgang mit den Finanzmitteln auf. Die Kassenprüfer bescheinigten einen einwandfreie Kassenführung, die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.
In seinem Hauptreferat referierte der Landesvorsitzende und MdL Hubert Aiwanger über landespolitischen Themen und Entscheidungen im Bayerischen Landtag. Aiwanger bemängelte bei der Landtagsarbeit, dass die CSU-Fraktion ständig die Ideen und Anträge der Freien Wähler zuerst ablehne und dann nach kurzer Zeit fast wortgenau übernehme und als eigenen Antrag einbringe. „Seit Guttenberg hat sich an der Abschreibpraxis der CSU noch offenbar nicht viel geändert“, so Aiwanger.
Das Hauptthema bei der Bezirksversammlung war die Entscheidung über die Teilnahme der Freien Wähler an der Bundestagswahl 2013. Mit umfassenden Informationen warb Aiwanger für die Beteiligung der Freien Wähler zu den Bundestagswahlen ein. Die organisatorischen Voraussetzungen wären gegeben, da es jetzt schon sieben Landesverbände der Freien Wähler in den Bundesländern gibt und weitere Landesverbände sind bis Jahresende aufgestellt sein werden.
„Der massive Vertrauensverlust in die schwarzgelbe Bundesregierung wäre eine gute Voraussetzung, entsprechende Wählerstimmen zu bekommen, denn die Bevölkerung habe es satt, ständig an der Nase herumgeführt zu werden“, kommentierte der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Aiwanger. Die Anschließend wurde rege über die Bundestagswahlbeteiligung diskutiert, wobei die meisten Delegierten eine Teilnahme positiv beurteilten.
Bei der anschließenden Abstimmung über eine Teilnahme an der Bundestagswahl 2013 stimmten die Delegierten, bis auf eine Gegenstimme für eine Beteiligung. Mit einem Appell zur Teilnahme an der Landesdelegiertenversammlung in Günzburg am kommenden Samstag schloss der Bezirksvorsitzende Schmidt die harmonische gelaufene Jahresmitgliederversammlung.
Bildunterschrift: v.l.n.r.
Schriftführer Alfons Eiglsperger, stv. Bezirksvorsitzender, Harald Hillebrand, Schatzmeisterin Marianne Zeindl, stv. Bezirksvorsitzender Reinhard Leuschner, Bezirksvorsitzender Heinrich Schmidt, Landesvorsitzender Hubert Aiwanger, stv. Bezirksvorsitzender Xaver Stierstorfer

Freie Wähler: Sonderprogramm für Ostbayerische Region
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Energieoffensive im Landkreis Freyung
Welchen Beitrag die Kommunen für die Energiewende beim Thema erneuerbaren Energien leisten können war die zentrale Frage der Informationsveranstaltung, zu der die Freien
Wähler im Rahmen ihrer „Regionalen Energieoffensive“ eingeladen hatten. MdL Alexander Muthmann hat dazu als Referenten den Stadtplaner und Landschaftsarchitekten Dipl.-Ing. (FH)
Harald Hillebrand aus Abensberg eingeladen.
Die Besichtigung des Hackschnitzel-Heizwerks beim Sägewerk Resch in Neureichenau wurde vom Inhaber Johann Baptist Resch geführt.
Die Firma betreibt seit 1973 eine eigene Hackschnitzelanlage, die eine Heizleistung von ca. 2,5 MW aufweist und an deren Netz in Neureichenau 36 Gebäude angeschlossen sind. Sie
ersetzt jährlich ca. eine Million Liter Heizöl.
Der Abgeordnete Alexander Muthmann war der Meinung, dass neben zukunftsorientierter Energieversorgung die Wertschöpfung für die Region ausschlaggebend ist, weil das Geld nicht
irgendwohin für Öl oder Gas ausgegeben wird.
Dipl.-Ing. Harald Hillebrand war vom Konzept des Neureichenauer Wärmenetzwerks überzeugt, bedauerte aber, dass die Technik aus Österreich und der Schweiz eingeführt werden
muss, weil die große Politik in Deutschland hier nicht reagierte.
Die Forderung, alle Atomkraftwerke weltweit auf einmal abschalten zu wollen bezeichnete der Referent als unseriös. Dennoch stelle diese Art der Energiegewinnung ein zu großes
Risiko für Mensch und Umwelt dar und man müsse zumindest die ältesten Reaktoren sofort vom Netz nehmen. Die Laufzeitverlängerung verringere den Druck, die Forschung
voranzutreiben und behindere die Erneuerbaren Energien in ihrer Entwicklung
Die Frage sei: „Wie ist die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energie erreichbar?“ Dazu sei es notwendig, den Energieverbrauch zu minimieren, die Energieeffizienz zu steigern
und die regenerativen Energien optimal zu nutzen. Einsparungen seien sowohl auf privatem, als auch auf gewerblichem und industriellem Gebiet möglich. Auf kommunaler Ebene seien
das vor allem Biogas, Biomasse (z.B. Holz), Photovoltaik und Windenergie und Erwärme. Die Kommunen könnten ihren Beitrag über die vorbereitende Bauleitplanung leisten. Dazu sei
notwendig, den Energiebedarf zu ermitteln, das Energieangebot zu analysieren und schließlich Standorte auszuweisen.
Eine nachvollziehbare Planung, im Rahmen eines „Energieleitplans“, in den die Bürger rechtzeitig eingebunden werden müssten ist dabei grundlegende Voraussetzung.
Bürgergenossenschaften, Kommunen und der Mittelstand könnten bei der Umsetzung Hand in Hand zusammenarbeiten meinte Hillebrand und betonte: „Wir brauchen die Mutigen, nicht
die Bedenkenträger“.
MdL Alexander Muthmann stellte fest, erneuerbare Energien und ihre Umsetzung in den Kommunen sei ein parteiübergreifendes Thema. Die Veranstaltung sollte das
Problembewusstsein dafür entwickeln. „Sich nicht damit zu befassen, wäre nicht zu verantworten“, meinte er abschließend. Hier pflichtete ihm Bürgermeister Walter Bermann bei.
Die stellv. Landrätin Renate Cerny hielt es für außerordentlich wichtig, Konzepte in den Kommunen frühzeitig und zusammen mit den Bürgern zu entwickeln.
Die Frage eines Teilnehmers, ob sich Windenergie in der Tourismusregion Landkreis Freyung vertrage und was der Referent denn empfehle beantwortete Hillebrand mit der
Feststellung, dass es genau darum gehe, dies im weitgehenden Konsens herauszuarbeiten: „Das müsst Ihr selbst entscheiden.“
Politischer Dämmerschoppen in Ast mit Jutta Widmann und Hans Weinzierl
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Regionale Energieoffensive in Geiselhöring
Größere Chancen für erneuerbare Energien durch mehr Regionalität
Informationsveranstaltung der Freien Wähler zur Energiepolitik der Zukunft -
Fachvorträge von MdL Tanja Schweiger, Karl-Heinz Jobst und Harald Hillebrand
Geiselhöring. ((hs) Mit der Besichtigung der Pilotanlage der Fa. Biber-Biomasse in der JVA Straubing und ihres Betriebsgeländes im Industriegebiet in Geiselhöring am Freitag begann der Informationsabend der Freien Wähler des Ortsverbandes Geiselhöring. Ortsvorsitzende Angela Ramsauer freute sich besonders darüber, dass nicht weniger als 8 Bürgermeister aus Landkreisgemeinden bei dieser Besichtigung mit dabei waren. Beim anschließenden Informationsabend im Gasthaus Wild konnten die zahlreichen Zuhörer aus der Vorstandschaft des Bezirks- und Kreisverbandes sowie verschiedener Ortsverbände einen umfassenden Einblick in die energiepolitischen Positionen der Freien Wähler aus dem Munde ihrer Landtagsabgeordneten Tanja Schweiger und aus Fachvorträgen der Energieexperten der FW Karl-Heinz Jobst aus Erding und Harald Hillebrand aus Abensberg erhalten. Bezirksvorsitzender Heinrich Schmidt aus Zwiesel, Bezirksrat Franz-Xaver Stierstorfer und Kreisvorsitzende Ludwig Waas erläuterten in ihren Grußworten energiebezogene Probleme und Aktivitäten in ihren Zuständigkeitsbereichen.
Geiselhöring – Spitzenreiter
In ihren Begrüßungsworten belegten Ortsvorsitzende Angela Ramsauer und Bezirksrat und ehemaliger Bürgermeister von Geiselhöring, Franz-Xaver Stierstorfer die Umsetzbarkeit des Themas „Regionale Energieoffensive“ im kommunalen Bereich durch eine Reihe von Projekten, die von der Stadt Geiselhöring in den letzten Jahren verwirklicht wurden. Dabei erinnerten beide Sprecher an die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die energiesparenden Gelblichtlampen, Erfassung der momentanen Energiesituation der Stadt, Umstellung der Heizungsanlage für Schulhaus, Dreifachturnhalle und Hallenbad auf Hackschnitzel, die energetische Sanierung des Schulgebäudes und nicht zuletzt die Errichtung der Bürgersolaranlage auf dem Dach der Turnhalle. Stolz konnte die Ortsvorsitzende verkünden, dass Geiselhöring in der Rangordnung „Umstellung der Energieversorgung auf nachwachsende Rohstoffe“ auf Landesebene Platz 1 und auf Bundesebene Platz 3 unter den Kleinstädten belege. Bezirksvorsitzender Heinrich Schmid beklagte die leidige Tatsache, dass derzeit in der BRD immer noch 70% aller Forschungsmittel im Energiesektor in den nuklearen Bereich einfließen. Auf gleicher Schiene prangerte Stierstorfer an, dass die Großkonzerne angesichts ihrer immensen Gewinne durch die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke zu wenig zur Förderung der regenerativen Energien in die Pflicht genommen werden. Ludwig Waas bemängelte die mehr als schwache Vorbildfunktion der bayerischen Autobauer in Bezug auf energiesparende Autos, bekräftigte aber gleichzeitig den durch die jahrzehntelange Erduldung einer ständig vorhandenen Gefahrensituation erworbenen Anspruch der niederbayerischen Bevölkerung auf einen entsprechenden Ausgleich.
Verlässlichkeit des Staates gefordert
In ihrem Kurzreferat bekräftige MdL Tanja Schweiger, parlamentarische Geschäftsführerin der FW im Landtag, die Vorreiterrolle der Kommunen im Bereich der Regionalen Energieoffensive. Ihre Aufgabe sei es, die Vielfalt der einzelnen Regionen zu stärken, indem man regional vorhandene Ressourcen erkenne und sie entsprechend nutze. Schweiger sprach sich aber eindeutig gegen eine Nutzung hochwertiger Ackerböden für Photovoltaikanlagen und gegen übermäßig große Biogasanlagen aus. Bei ersterem führte sie an, dass unser Land reich an Grünlandflächen sei, die für diese Art der Nutzung, wo keine Versiegelung des Bodens passiere, weitaus besser geeignet seien. Große Biogasanlagen beanspruchen zur Aufrechterhaltung ihres Betriebes riesige Einzugsbereiche, die lange Transportwege der Biomasse zur Folge haben. Dagegen begrüßte sie die Gründung regionaler Biogenossenschaften von Bürgern und Landwirten. Zu allererst aber müsse, so Schweiger, der Staat ein verlässlicher Partner möglicher Investoren im Bereich der erneuerbaren Energien sein. Vehement widersprach sie der immer wieder von Regierungsseite propagierten Meinung, dass Atomstrom der billigste Strom sei. „Diese Behauptung stimmt nur deshalb, weil dabei die Kosten für die Endlagerung der atomaren Abfälle und für den später notwendigen Abbau der Anlagen nicht einberechnet werden“, klagte die Abgeordnete an.
Bayern- kein Vorreiter in Energieeinsparung
Im nun folgenden ersten Fachvortrag zum Thema „Energiepolitik im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie“ von Karl-Heinz Jobst, erfuhren die Zuhörer wichtige Fakten der momentanen Situation im Bereich der Energiepolitik. Die Lösung des aktuellen Problems liegt nach Ansicht der FW in der Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie. Es müssen Konzepte umgesetzt werden, bei denen die Kommunen wieder Herr über Energie und Netze sind und bei denen der einzelne Bürger sowohl als Energielieferant als auch als Energieverbraucher, besser als Energiesparer eingebunden ist.
Energiekonzerne, deren einzige Absicht ist, durch Energiemehrverbrauch zu profitieren, sind in Zukunft keine geeigneten Partner mehr. Auch die Regierungsparteien Bayerns haben mit ihrer Zielvorgabe zur Verringerung der Emission von Treibhausgasen nichts bewegt. Vielmehr ist zu befürchten, dass die Bemühungen der Staatsregierung, ein alternatives Energiekonzept überhaupt einzuleiten, von vorn herein behindert werden. Nach Ansicht der FW ist bei der Erzeugung von alternativen Energien darauf zu achten, dass die Energiebilanz positiv ist. Das heißt, es dürfen durch die Energieerzeugung keine Folgen auftreten, die die Treibhausgasemissionen an anderer Stelle direkt oder indirekt erhöhen. „Deshalb lehnen wir die CCS Technologie (Abscheidung und Speicherung von CO2 ) rigoros ab“, lautete Jobst klare Aussage. Unverzichtbar für jede ernstzunehmende Energiepolitik sind exakte und objektive Informationen, wie sie nach Ansicht Jobst`s von der Organisation Energy Watchgroup geliefert werden. Hier erhalte man fundierte, verlässliche Zahlen über Weltenergieverbrauch und Weltenergievorräte. Wenn aktuell die Ursache für die enorm steigenden Strompreise den erneuerbaren Energien zugeschrieben werde, so sei dies unsolide, da die wirkliche Verteuerung durch die Förderung erneuerbarer Energien in Wirklichkeit nur bei 3 ct liege. Der Strompreis werde vielmehr in Leipzig an der Börse gebildet. Tatsache ist, so Jobst, dass die erneuerbaren Energien auf lange Sicht den Strompreis dämpfen werden. Abschließend forderte Jobst stabile Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien durch die BRD und keinesfalls, wie von Insidern bereits wieder befürchtet, weitere Kürzungen.
80% der Energievorräte aufgebraucht
Mit der Aussage, dass in nur 64 Jahren 80% der weltweit vorhandenen Energieträger von den Menschen aufgebraucht wurden, leitete der Landschaftsarchitekt und Städteplaner Harald Hillebrand aus Abensberg den zweiten Fachvortrag mit dem Thema „Energiezukunft in unseren Kommunen“ ein. Die Menschen in Deutschland wollen keine Laufzeitverlängerung, sie wollen eine günstige und saubere Energie und sie wollen Versorgungssicherheit. Bei allen Objekten im Bereich erneuerbarer Energien, ob Photovoltaik-, Biogas- oder Windkraftanlagen, ist das frühzeitige Gespräch mit den Bürgern, die Einbeziehung der Infrastruktur, die Ermittlung des Einsparungspotentials und die Errichtung von Wärmenetzen unabdingbare Voraussetzungen. Durch das Aufstellen eines Energieleitplanes, indem zu allererst die untauglichen, die mäßig tauglichen und die geeigneten Standorte im Gemeindebereich für die entsprechende Anlage ermittelt werden, verschaffe sich die Kommune eine sichere Basis und gleichzeitig eine große Hilfe im Ausbau alternativer Energieversorgung und regionaler Wertschöpfung. In einem Rechenbeispiel für eine Kleinstadt mit 10000 Einwohnern wurde laut Hillebrands folgender Strombedarf zur 100%-igen Versorgung ermittelt; 2 Windkraftanlagen, 2 ha Photovoltaikfläche, 50 ha Mais und 52 ha Wald.
Jeder kann etwas tun
In der sich anschließenden Diskussion wurden vor allem die Stärkung der bestehenden Stadtwerke und die Schaffung kleinerer Netze für Kleinversorger als erste Schritte zur Dezentralisierung und Abnabelung von der Abhängigkeit zu den Großkonzernen genannt. Ein beutender Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom russischen Gas werde durch die technische Umsetzung effizienter Anlagen zum Waschen des Biogases getan. Ein weiterer Diskussionspunkt war die unklare Gesetzeslage für betroffene Kommunen bei der Behandlung von Anträgen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen entlang von Autobahnen und Bahnstrecken. „Der Staat lässt uns hier richtig auflaufen“, lautete die Klage eines Bürgermeisters. Ein weiterer Kritikpunkt war der staatliche Rückzug in der Steuerermäßigung für Biodiesel. „Damit hat man für viele Ölmühlenbesitzer das Grab geschaufelt, ehe sie überhaupt eine Chance hatten.“, klagte der Bezirksvorsitzende der FW die Bundesregierung an. Die Liberalisierung und Trennung der Versorgernetze, die Gleichschaltung der Konditionen und die Versachlichung der Bedingungen wurden als weitere Schritte zur Erreichung des Zieles „Ausreichende Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energien“ genannt. Auf die Frage „Was kann der Einzelne tun?“ lautete die Auskunft des Experten: „Wenn jeder nur mehr Ökostrom bezieht, werden wir unser Ziel erreichen.“
Pressemeldung vom 26.10.2010
Freie Wähler starten Energieoffensive in Niederbayern
Mehr Chancen für erneuerbare und regionale Energieversorgung
Viechtach:
Die Freien Wähler haben seit September 2010 eine bayernweite Energieoffensive gestartet.
In Versammlungen mit Fachvorträgen mit Energieberatern werden zur Zeit in allen Landkreisen Verbraucher über Energieeinsparungen an Gebäuden und die Möglichkeiten für den Einsatz regenerativer Energien informiert. Die Versammlungen sind durchwegs gut besucht.
„Wir Freie Wähler sind ganz klar für den Beibehalt des vorgesehenen Atomausstiegs bis 2023“ betont der Bezirksvorsitzende Heinrich Schmidt. Die Laufzeitverlängerung behindere die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien. Viel wichtiger sei der Ausbau der erneuerbaren Energien, der Hochspannungsnetze sowie der Speichertechnologien.
Die Freien Wähler setzen im Interesse der Verbraucher und kommunalen Energieerzeuger auf eine dezentralisierte Energieversorgung sowohl beim Strom als auch bei der Heizenergie. Dies ist eine Garantie für Versorgungssicherheit und Preisstabilität. Außerdem schaffe lokale Energieerzeugung Arbeitsplätze.
Ein Kritikpunkt ist der staatliche Rückzug in der Steuerermäßigung für Biodiesel. „Damit hat man für viele Ölmühlenbesitzer das Grab geschaufelt, ehe sie überhaupt eine Chance hatten.“, so der Bezirksvorsitzende. „Wir wollen die Bevölkerung aufklären, dass die Energieversorgung im Zusammenhang mit dem Klimawandel für die Zukunft eine entscheidende Rolle spielt. Und dazu kann jeder etwas tun“, so Schmidt.
Pressemeldung vom 04.10.2010
Freie Wähler fordern Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
Ausbau der Bahnstrecke Plattling-München und bessere Anbindung an das Autobahnnetz
Viechtach:
Eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Klein- und Mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum ist ein gut ausgebautes Straßen-und Eisenbahnnetz. Aber auch Pendler und der Tourismusbereich profitieren von der Möglichkeit die Bahn als ökologisch sinnvolles Verkehrsmittel zu nutzen.
Der Bezirksvorsitzende der Freien Wähler in Niederbayern Heinrich Schmidt
fordert deshalb, dass die Bahnstrecke von Plattling über Landshut und Freising nach München endlich ausgebaut wird. „Die Bahn ist bis Landshut bereits seit über 60 Jahren Grundstückseigentümer einer zweiten Fahrspur und passiert ist bisher wenig. Für eine kurze Transrapidstrecke wollte man Milliarden ausgeben, für eine normale Eisenbahnstrecke von München nach Plattling reicht es anscheinend nicht, das kann man auf die Dauer nicht hinnehmen“ so Schmidt.
Aber auch der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Plattling - Bayerisch Eisenstein, mit dem Ziel einer Personenzugverbindung von München nach Prag mit ICE Anschluss in Plattling sollte ins Auge gefasst werden. Die Tschechischen Staatsbahnen haben die Elektrifizierung der Strecke Klattau - Staatsgrenze Bayerisch Eisenstein für 2011 beschlossen, die Strecke Prag-Klattau ist seit 1996 elektrifiziert.
Sich darauf auszureden, dass die Bahninfrastruktur eine Bundesaufgabe sei, ist nicht stichhaltig, denn Bayerische Bundestagsabgeordnete sollten sich eben noch stärker für die Verkehrsinfrastruktur in Ostbayern einsetzen.
Eine Privatisierung der Deutschen Bahn lehnen die Freien Wähler vehement ab. „Damit würden vor allem ländliche Regionen Bahnstrecken verlieren“ so Schmidt.
Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Reinhard Leuschner, Franz-Xaver Stierstorfer und Harald Hillebrand ist sich der Bezirksvorsitzende Heinrich Schmidt einig, dass ein Ausbau der Strecke Plattling - München dringender denn je ist.
Der Ostbayerische Raum wird auch im Bereich der Anbindung an die Autobahn stiefmütterlich behandelt. „Wir wollen keine gigantischen Landschaftseingriffe, sondern eine normale Verkehrsanbindung unter Berücksichtigung der Lärm- und Umweltbedingungen“ fordert der neue Bezirksvorsitzende der Freien Wähler in Niederbayern.
















