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Besuch Geothermieprojekt Erding

Besuch Geothermieprojekt Erding

Bild: v.l. nach r. vorne 3. Bürgermeister Johann Zieltrum, Geschäftsführer Geowärme Erding Alois Gabauer, Marktgemeinderat Georg Nirschl, v.l. nach r. hinten 8. Vorstand FW Altdorf Josef Hierbeck, 10. Marktgemeinderat Richard Petz, 11. Marktgemeinderat Willi Gürtner

Am 9.3.2015 besuchten die Freien Wähler Altdorf den Zweckverband Geowärme Erding.

Der Geschäftsführer  Alois Gabauer   des Zweckverbandes Erding erteilte den Besuchern der Freien Wähler Altdorf bereitwillig Auskunft über das Geothermieprojekt  Erding.

Nach den Ausführungen von Gabauer kann man die beiden Projekte Altdorf und Erding zunächst nicht miteinander vergleichen. Insofern muss jedes Projekt einzeln betrachtet und untersucht werden.

In Erding hat man beispielsweise bisher zwei Bohrungen niedergebracht. Mit der Bohrung I (Projekt I Thermalwasser für die Therme) wurde ein Heizwerk errichtet, um die Wärme für die Thermenlandschaft  gewinnen zu können. Bohrung II (Projekt II Verpressbohrung) soll die Wärme für Wohnhäuser, kommunale Einrichtungen und Firmen sicher stellen. Erding hat für das Projekt II  einen geeigneten Partner mit entsprechendem Know How gefunden. Erding hat das gesamte Equipment an den Partner verpachtet. Eigentümer ist nach wie vor der Zweckverband Erding.

In Erding musste man ca. 2300 Meter tief bohren um an das warme Wasser zu gelangen. Das warme Wasser hat hier eine Temperatur von ca. 65 Grad Celsius, also  vergleichbar mit Altdorf. Die Tiefenbohrung liegt in Altdorf jedoch bei ca. 700 Metern. Insofern hat Altdorf von der Temperatur und von der Bohrtiefe optimale Voraussetzungen. Nachdem die Bohrungen in Altdorf bisher schon mit einem Aufwand von ca. 6,5 Millionen € gemacht wurden, fallen diese Kosten im Vergleich zu Erding nicht mehr an.

Entscheidend für die Realisierung eines  solchen Projektes ist es notwendig, dass alle Entscheidungsträger hinter diesem Projekt stehen. Das heißt, dass der Bürgermeister und der Gemeinderat an einem Strang ziehen. Wichtig ist, dass  vor  allem die Bevölkerung von Anfang an in diesen Informationsprozess einbezogen wird. Dies war in Erding  der Fall. Ein professionelles Management für ein solches Projekt sei unerlässlich, berichtete Gabauer. Wenn keine Profis in einer Gemeinde vorhanden seien, dann müssten diese Profis extern beschafft werden, da ansonsten so ein Projekt zum Scheitern verurteilt sei.

Herr Gabauer gab bereitwillig auf folgende Fragen ganz konkrete Auskünfte:

In welchem Zeitablauf wurden die Projekte realisiert?

Welcher Kostenaufwand entstand für diese Projekte?

Ab welchen Zeitpunkt amortisierten sich diese Projekte?

Wie viele Anschlüsse sind notwendig, damit eine Wirtschaftlichkeit erreicht wird?

Wer ist der Betreiber der Projekte?

Welches Risiko trägt die Gemeinde Erding?

Wie ist die Gesellschaftsstruktur in diesen  Projekten geregelt?

Welche Kosten kommen auf die Bürger zu, wenn sie an das Geothemieprojekt anschließen?

Welche Kosten entstehen für einen Haushalt mit 2 Personen und welche Kosten entstehen bei einem Anschluss an das Geothermieprojekt?

Ab welchem Zeitpunkt wurde eine Wirtschaftlichkeit erreicht?

Welchen Vorteil sieht Erding langfristig in diesen Projekten?

Nach Aussage von  Gabauer  sei eine Rentabilitätsrechnung  für ein solches Projekt unbedingt erforderlich. Alle oben aufgeworfenen Fragen müssten im Vorfeld beantwortet werden. Dies sei für den Startschuss entscheidend. Wenn eine Gemeinde oder Kommune das noch nicht gemacht hätte, dann sei dies unbedingt nachzuholen.

Alle diese oben aufgeführten Fragen wurden anhand einer Powerpointpräsentation optisch und verständlich den Freien Wählern erklärt. Die Freien Wähler und die interessierten Teilnehmer waren nach den ausführlichen Informationen durch Gabauer überzeugt, dass die Umsetzung des Geothermieprojektes in Altdorf erfolgversprechend zu realisieren ist.

Zuerst müssen aber oben aufgeführte Fragen von Altdorf positiv beantwortet werden. Nur mit einer offenen und ehrlichen Diskussion mit der Öffentlichkeit kann ein solches zukunftsweisendes Projekt realisiert werden.

Der Vorsitzende der Freien Wähler Altdorf, Josef Hierbeck bedankte sich bei Herrn Gabauer für seine fachkompetente Auskunft und für die interessanten Gespräche.

Altdorf hat eine zukunftsweisende Chance, die genutzt werden muss. Dies ist das Resümee, welches von dieser Informationsveranstaltung „Geothermieprojekt Erding“ von den Freien Wählern Altdorf